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Kongresswahlen

Der Kongress besteht aus zwei Kammern, dem Senat und dem Repräsentantenhaus.

Wie in der Verfassung festgelegt, bilden je zwei VertreterInnen jedes Bundesstaates den Senat. Zurzeit sind das 100 SenatorInnen. Sie werden für sechs Jahre gewählt, und alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Vor dem Jahr 1913 wurden SenatorInnen durch die Legislative des Bundesstaates gewählt, da die Gründerväter der Überzeugung waren, dass die SenatorInnen als RepräsentantInnen des Bundesstaates von der Legislative gewählt werden sollten. Mit dem XVII. Verfassungszusatz wurde dieses Vorgehen geändert, und SenatorInnen werden seither direkt durch die WählerInnen ihres Bundesstaates gewählt.

Als der Kongress 1789 zum ersten Mal zusammentrat, gab es 59 Mitglieder im Repräsentantenhaus. Durch die zunehmende Anzahl von Bundesstaaten und aufgrund des Bevölkerungszuwachses ist die Anzahl der RepräsentantInnen deutlich gestiegen. Ein im Jahr 1911 verabschiedetes Gesetz legte die Größe des Repräsentantenhauses auf 435 Mitglieder fest, die alle zwei Jahre neu gewählt werden. Die Zahl der RepräsentantInnen jedes Bundesstaates hängt von der durch neueste Volkszählungen ermittelten Bevölkerungszahl ab. Jeder Bundesstaat ist in eine entsprechende Anzahl von Kongressdistrikten aufgeteilt. Jeder Kongressdistrikt hat eine/n RepräsentantIn, der/die durch die in diesem Distrikt wohnenden WählerInnen gewählt wird.