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The American Dream – der Amerikanische Traum

That all men are created equal; that they are endowed by their Creator with certain unalienable rights; that among these are life, liberty, and the pursuit of happiness.

Aus der Unabhängigkeitserklärung der USA vom 4.7.1776

Der Glaube an den American Dream ist in der US-amerikanischen Gesellschaft fest verankert, auch wenn es keine einheitliche Definition gibt, was er bedeutet. Für die einen mag er ein Traum von Freiheit und Gleichberechtigung sein, für andere ein Traum von Ruhm und Reichtum, für manche vielleicht ein Traum vom erfüllten Leben oder auch alles zusammen. Die wichtigsten Elemente des American Dream sind die Freiheit des Individuums, Selbständigkeit, Wettbewerb, Chancengleichheit, harte Arbeit und Erfolg. Jedem/r BürgerIn sollte es möglich sein, das eigene Potenzial voll zu nutzen und zwar unabhängig vom sozialen, wirtschaftlichen oder ethnischen Hintergrund. Der American Dream steht, einfach ausgedrückt, für die Überzeugung, dass sich in Amerika jeder Mensch verbessern kann.

Viele verschiedene Faktoren haben das Wesen des American Dream geprägt. So heißt es in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, "dass alle Menschen gleich erschaffen und vom Schöpfer mit unveräußerlichen Rechten wie Leben, Freiheit und das Streben nach Glück ausgestattet wurden"; außerdem war das Recht auf Widerstand gegen die Regierung bereits zu einer Zeit in der amerikanischen Verfassung verankert, als die absolutistischen Machthaber in Europa noch die Bevölkerung unterdrückten. Millionen von EinwanderInnen versprachen sich voller Hoffnung ein besseres Leben in Amerika - und manche schafften es sogar.

Wer kennt nicht das berühmte Bildnis "vom Tellerwäscher zum Millionär"? Ein Inbegriff des American Dream - der Aufstieg einer Person von Armut zu Reichtum. Eine Reihe prominenter Beispiele liefern solche Erfolgsstorys, etwa John D. Rockefeller, Marilyn Monroe oder Arnold Schwarzenegger. Sie sind der Beweis dafür, dass es "jede/r" zu etwas bringen kann. Tatsächlich wird allerdings so ein finanzieller Aufstieg in den USA immer schwieriger. Bereits fünf Prozent der berufstätigen Bevölkerung hat mehr als einen Job - über 300.000 AmerikanerInnen arbeiten Vollzeit in zwei Jobs. Wer arm geboren wird, hat (heute) in den USA nur sehr begrenzte Möglichkeiten, reich zu werden. Im sogenannten "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" sind die Aufstiegchancen in der Gesellschaft mittlerweile geringer als in Deutschland, Frankreich oder Skandinavien.